Die 12 Apostel und das Turiner Grabtuch

Eine Woche vor dem Ministrantentag fragte uns der Diakon kurz vor dem Gottesdienst nach den Namen der 12 Apostel. Wir konnten Simon Petrus, Johannes und noch einige weitere aufzählen, aber bei weitem nicht alle. Gut, dass sie im Text des Evangeliums dann vorgelesen wurden. Es war klar: wir haben Nachholbedarf.
So beschäftigten wir uns beim Ministrantentag mit den 12 Aposteln. Zu Beginn wurden an jeden von uns ein Name eines Apostels ausgeteilt und dazu ein Infoblatt über die Apostel, denn wir wollten ja nicht nur die Namen, sondern noch mehr über ihr Wirken und ihre Erkennungssymbole erfahren. Später wollten wir uns dann die Apostel gegenseitig vorstellen.

Nachdem wir uns eingehend mit „unserem Apostel“ beschäftigt hatten, gingen wir zum Dom. Dort versammelten wir uns am Triangelportal, wo alle Apostel als Figuren stehen. Wir betrachteten jede einzelne Darstellung. Anhand der Symbole ordneten wir die Figuren den Aposteln zu. Dies war nicht immer leicht und eindeutig, so dass wir uns über die Hilfe von Frau Tilch und dem Diakon freuten. Bei einigen Aposteln waren die Erkennungssymbole nicht leicht zu entschlüsseln und wir überlegten, wie sie eindeutiger erkennbar sein könnten. Hier hatten wir gemeinsam gute Ideen, z.B. könnte der Apostel Thomas, der alles sehr genau wissen wollte, um sich der Auferstehung und seines Glaubens zu versichern, ein Buch mit den Wundmalen und den Nägeln vom Kreuz tragen, die er auf dem Buchcover berührt.
Schließlich haben wir uns alle unter „unseren Apostel“ des Portals gestellt.

Anschließend gingen wir in den Dom, wo uns Frau Tilch im Hohen Chor das Apostelfenster erklärte.
Nachdem wir nun viel über die Apostel, deren Wirkungsweise, Tode und Darstellungen erfahren hatten und am und im Dom auf Entdeckungstour waren, besuchten wir noch die Ausstellung vom Turiner Grabtuch, die derzeit im Dom ist. Diese war sehr beeindruckend. Es wurde erklärt und gezeigt, woran man erkennen kann, dass das Grabtuch wirklich von Jesus stammen könnte. Außerdem wurde die Kreuzigung als Todesurteil beschrieben. Es war eine sehr grausame Methode. Eindrucksvoll spielte zudem gerade die Orgel, als wir das Fenster anschauten und die Ausstellung besuchten.


Nach so vielen Eindrücken kehrten wir zurück ins Gemeindehaus, wo wir auf dem Hof und bei herrlichem Wetter unsere traditionelle Pizza aßen.

Frisch gestärkt wurden dann mal wieder die Gewänder probiert und und je nach Größe getauscht.

Mit passenden Gewändern, neuem Wissen, einem gefüllten Bauch und guter Zeit in der Gemeinschaft endete unser Ministrantentag.

24. Juni 2023 – Benjamin